SMC Deutschland nutzt umfassende Prozesskette auf Basis von Creo Direct und Creo Parametric

Anwenderbericht

Firma: SMC Deutschland GmbH

Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung, Berechnung & Simulation, INNEO Eigenprodukte, Visualisierung, Virtual Reality (VR), 3D-Rendering

Branche: Elektro- & Automatisierungstechnik

Erschienen in:

K|E|M Konstruktion 06|2020

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SMC Deutschland nutzt umfassende Prozesskette auf Basis von Creo Direct und Parametric

Direkter Workflow in die Parametrik

Eine durchgängige Prozesskette auf Basis der PTC-CAD-Lösung Creo versetzt SMC Deutschland in die Lage, Sonderkonstruktionen auf Basis der Daten der japanischen Konzernmutter effizient umzusetzen – obwohl in Japan ein anderes CAD-System genutzt wird. Dass dennoch bis in die Fertigung hinein all die Funktionen bereitgestellt werden können, die tatsächlich benötigt werden, liegt auch an den Tools des Implementierungs-Partners INNEO – insbesondere dessen Startup TOOLS.

Global aufgestellte Technologiekonzerne punkten lokal häufig mit dem Angebot, landes- und kundenspezifisch angepasste Produkte anbieten zu können. Das gilt unter anderem auch für den japanischen Pneumatik- und Automatisierungsspezialisten SMC mit der SMC Deutschland GmbH als deutscher Tochter. Am Firmensitz in Egelsbach entwickeln die Konstrukteure auf Basis der in Japan entwickelten Komponenten individuelle Lösungen für die Kunden. Im Einsatz ist das CAD-System Creo von PTC, betreut durch die INNEO Solutions GmbH in Ellwangen.

Intelligenz der Originalmodelle erhalten

Da bei der japanischen Mutter ein anderes CAD-System zum Einsatz kommt, wurden die 3D-Daten der Komponenten früher im Step- oder Parasolid-Format übertragen. Seit Version 4 kann Creo allerdings mit Daten anderer Systeme arbeiten – Originaldaten lassen sich damit nutzen. Das bietet vor allem den Vorteil, dass sich beim Import nativer CAD-Daten über die Featureerkennung in Creo die in den Dateien vorhandene Intelligenz analysieren und größtenteils in Creo-eigene Features überführen lässt. Fremddaten der Muttergesellschaft können auf diese Weise wie native Creo-Dateien weiterbearbeitet werden.

„Besonders einfach ist es, wenn wir die CAD-Daten aus der Cadenas-Teiledatenbank nutzen“, erläutert Volker Kleespies vom German Technical Center bei SMC Deutschland. „Dort veröffentlicht unsere Muttergesellschaft CAD-Modelle aller Bauteile, die wiederum in den meisten Fällen für unsere Sonderkonstruktionen vollkommen ausreichen.“

Außendienst profitiert von Direktmodellierung

Bei SMC Deutschland nutzen die Mitarbeiter im technischen Außendienst das Direct-Modeling-System Creo Direct, um vor Ort beim Kunden Lösungen zu skizzieren. Das CAD-System nutzt dasselbe Datenmodell wie das in der Konstruktion genutzte Creo Parametric, so dass die Skizzen des Außendienstes nahtlos als Grundlage für die eigentliche Konstruktion dienen können. Die direkte Modellierung erleichtert den Außendienstlern die schnelle Aufnahme der Kundenwünsche. „Wir haben hier einen sehr umfassenden, nahtlosen Prozess vom technischen Vertrieb über die Konstruktion bis zur Fertigung geschaffen“, betont Kleespies. „So nutzen wir seit etwa fünf Jahren die Creo Piping and Cabling Extension, um die Pneumatikschläuche realistisch abbilden zu können.“

Startup TOOLS erleichtern Nutzung von Creo

Unverzichtbar findet Kleespies die von INNEO entwickelten Startup TOOLS für Creo: „Wir haben eine Vielzahl von UDFs – also Creo-Makros, die sich über die Startup TOOLS sehr komfortabel abrufen und verwalten lassen. Die Startup TOOLS stellen UDFs in einer Liste mit Bildern dar – so lassen sich die gewünschten UDFs viel effizienter finden. Auch die Verwaltung des Systems an sich ist mit den Startup TOOLS wesentlich einfacher. Vor allem stellen sie sicher, dass alle Arbeitsplätze richtig und einheitlich konfiguriert sind. Die Administration wird mit der INNEO-Zusatzapplikation wesentlich einfacher.“

Vorteilhaft ist für Kleespies auch die Stücklistenfunktionalität der Startup TOOLS: „Anders als in Creo lassen sich Stücklisten mit den Startup TOOLS so sortieren, wie wir es benötigen: nach Eigenteilen, Zukaufteilen und Normteilen.“

Effizienz durch modellbasierte Durchgängigkeit

Das Thema ‚Model Based Definition‘ (MBD) ist bei SMC sehr wichtig. Toleranzen, Oberflächengüten, Messpunkte und andere Informationen, die üblicherweise auf Zeichnungen festgehalten werden, heften die SMC-Entwickler direkt an das 3D-Modell an. So lässt sich das mühevolle Erstellen von Zeichnungen umgehen. Da die CAD-Daten in den nachfolgenden Prozessen direkt genutzt werden, lassen sich die MBD-Informationen vielfach weiternutzen.

Viele Ideen für das Optimieren von Prozessen holt sich Kleespies von Unternehmen in der Region, die ebenfalls von INNEO betreut werden. Man trifft sich auf den lokalen Engineeringtagen, die INNEO in seinen Geschäftsstellen regelmäßig abhält, um Neuigkeiten zu präsentieren: „Bei Veranstaltungen und Schulungen erfahren wir vieles Neues, bekommen Ideen für Optimierungen. Die INNEO-Mitarbeiter wissen, wie wir arbeiten, und schlagen uns gezielt Tools vor, die uns das Leben erleichtern. So war es beispielsweise mit der Creo Piping and Cabling Extension, die das Arbeiten an Pneumatiksystemen sehr effizient gemacht hat.“

Auch das Visualisierungssystem KeyShot wurde von INNEO empfohlen. Mit der Software erstellt Kleespies unter anderem Bilder für Kundenkataloge und Bedienungsanleitungen: „Während bei ersterem Fotorealismus gefragt ist, bietet KeyShot für letzteres einen Renderer an, der die typischen ‚scribble-artigen‘ Bilder für Anleitungen erzeugt.“ Zudem testen die SMC-Konstrukteure derzeit Creo Live Simulate, um beispielsweise bei Greifern, die an einem Roboterarm genutzt werden, das Gewicht optimieren zu können.

Virtual Reality bietet weiteres Potenzial

Aktuell baut INNEO für SMC eine VR-App, mit der die SMC-Lösungen beispielsweise auf Messen hautnah erlebt werden können. Die zur Erzeugung der VR-Welten eingesetzte Software kommt ebenfalls von INNEO und kann die Creo-Daten der SMC-Anlagen direkt verarbeiten, so dass der Aufbau der VR-Welten sehr effizient ablaufen kann.
„Wir würden sehr gerne Creo View in der Montage nutzen, um den Werkern die Möglichkeit zu geben, 3D-Daten direkt anzusehen“, führt Volker Kleespies weiter aus. Leider laufe Creo View nur unter iOS, was nicht in das unternehmensweite Hardwarekonzept passe.

Individuelle Anpassung auch beim CAD-System

„Wir sind sehr zufrieden, INNEO als Partner zu haben – einerseits für die Optimierung unserer Creo-Installation, andererseits aber auch als Softwarehersteller, der uns mit den Startup TOOLS wirklich ein sehr nützliches Werkzeug zur Verfügung stellt“, schließt Kleespies. „Bei anderen CAD-Systemen gibt es nichts Vergleichbares, die Startup TOOLS sind optimal an die Anforderungen der Anwender angepasst.“ Kleespies lobt zudem die Zusammenarbeit mit INNEO – wenn man Unterstützung benötige, sei immer schnell ein Mitarbeiter bei einem. „Auch das Schulungsangebot nutzen wir gerne.“

Der Anwender

Seit 1978 ist die SMC Deutschland GmbH in Egelsbach bei Frankfurt/Main ansässig. Deutschlandweit sind mehr als 760 Mitarbeiter für SMC im Einsatz, darunter rund 90 Entwicklungsingenieure. Mit 11 Verkaufsbüros, 293 Außendienstmitarbeitern, 39 Partnern sowie 445 Händlern steht allen Kunden ein flächendeckendes Betreuungsteam zur Verfügung. Zum Portfolio gehören Komponenten und Lösungen unter anderem in den Bereichen Steuerungs-, Regelungs- und Antriebstechnik; vor allem alle Arten pneumatischer Antriebe inklusive Steuerungen und Zubehör – vom Zylinder über Filter, Öler und Entfeuchter bis hin zu Schläuchen und Steuerungen mit Ventilen.
SMC wurde 1959 in Chiyoda-ku, Tokio, Japan unter dem Namen Shoketsu Kinzoku Kogyo Co., Ltd. gegründet; erstes Produkt waren Pneumatikfilter aus Sintermetall. Die englische Übersetzung des Firmennamens lautet Sintered Metal Corporation, woraus der heutige Firmenname als Abkürzung entstand.

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